Natur- und Fotoreise Bulgarien 2018

 

  • Reisedatum: 07.-15. Juli 2017 (8 Tage)

    Anmeldung bis März 2018
    spätere Anmeldung auf Anfrage möglich.

    Direkt zur online Anmeldung
    Flyer der Bulgarienreise als PDF-Dokument zum downloaden    

    Sie erreichen uns für Anmeldungen sowie Auskünfte unter folgenden Kontaktangaben

    Hin- und Rückreise
    Wir fliegen ab Zürich über Wien nach Sofia und auf dem Rückweg von Sofia via Wien nach Zürich. Alternative Anreisen sind nach Absprache möglich und bieten sich vor allem für InteressentInnen an, die nicht aus der Schweiz anreisen.

    Anzahl Reiseteilnehmer/innen
    Min. 10 bis max. 12 Personen

    Programm
    Da wir die Bulgarien-Reise zum ersten Mal durchführen, bleiben Programmänderungen ausdrücklich vorbehalten. Wir werden sicher fast alle in der Ausschreibung aufgeführten Arten finden, allerdings können wir für bestimmte Arten keine Sichtung garantieren.
  • Christian Roesti aus Bern
    Christian Roesti (1983) hat in Bern Zoologie studiert und seine Diplomarbeit über das Verhalten des Kiesbankgrashüpfers im Pfynwald (VS) geschrieben. Er ist Mitautor der Bücher „Die Heuschrecken der Schweiz“,  „Die Stimmen der Heuschrecken“ und " Cahier d'identification des Orthoptères de France, Belgique, Luxembourg et Suisse". Er arbeitet für Pro Natura Bern als Schutzgebietsbetreuer und ist als selbstständigerwerbender Biologe tätig.

    Florin Rutschmann aus Nussbaumen b. Baden
    Florin Rutschmann (1979) studierte an der ZHAW in Wädenswil Umweltingenieurwesen und beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit den Heuschrecken. 2011 initiierte er die Heuschreckenplattform www.orthoptera.ch. Er arbeitet für Pro Natura Aargau und betreut verschiedene Projekte im Bereich Naturschutz im Auftragsverhältnis. Daneben reist er besonders gerne mit der Kamera durch den Südosten Europas, natürlich immer mit dem Blick ins Gras.

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    Dragan Chobanov aus Sofia
    Dragan Petrov Chobanov (1980) ist unser Guide in Bulgarien. Er arbeitet im "Institute of Biodiversity and Ecosystem Research" an der "Bulgarian Academy of Sciences". Seine Doktorarbeit verfasste Dragan über die Heuschrecken Bulgariens und ist ein entsprechend guter Kenner der lokalen Heuschreckenfauna. Neben vielen Publikationen über Heuschrecken ist er Mitautor der kürzlich publizierten Roten Liste der Heuschrecken Europas. Er spricht sehr gut englisch und wohnt in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens.

  • Die Unterkünfte sind zweckmässige Hotels. Vom Hotel unternehmen wir Tagesausflüge.

    Wünschen Sie ein Einzelzimmer, bitten wir Sie, dies bei der Anmeldung unbedingt anzugeben. Die Anzahl verfügbarer Zimmer ist in den meisten Hotels limitiert, weshalb wir froh sind, wenn nicht nur Einzelzimmer gebucht werden.

  • Wir fotografieren an Ort und Stelle oder unternehmen kleine Wanderungen. Falls das Gelände für jemanden zu steil oder zu unsicher sein sollte, ist ein Alternativprogramm möglich. Kenntnisse der Heuschrecken oder anderer Insekten werden nicht vorausgesetzt. Wir helfen gerne beim Einstieg in die Welt der Insekten.

    Transportmittel
    Als Transportmittel in Bulgarien dienen uns Personenbusse.

    Klima
    Tagsüber können die Temperaturen auf über 35°C ansteigen. Im Gebirge und am Abend ist es angenehm warm.

    Verpflegung
    Frühstück und Abendessen werden in der Unterkunft oder im Restaurant eingenommen. Am Mittag verpflegen wir uns vom Pic-Nic-Buffet im Feld.
  • Arrangementpreis*

    Doppelzimmer pro Person CHF 2'475.-
    Einzelzimmer-Zuschlag CHF 275.-

    * Da die Flugkosten stark vom Buchungszeitpunkt abhängig sind, erlauben wir uns, in Absprache höhere Flugkosten zu verrechnen.

    Eingeschlossene Leistungen
    • Hin- und Rückreise inkl. Flug
    • Vollpension ohne alkoholische Getränke
    • Transporte in Bulgarien
    • Eintritte und externe Gruppenführer

    Im Preis NICHT enthalten sind:
    • Alkoholische Getränke
    • Persönliche Einkäufe

 

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Fotogalerie bisheriger Reisen

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Bulgarien zählt für Naturliebhaber zu den attraktivsten Ländern überhaupt. Es gilt der Slogan “Jeder Halt eine Highlight”. In wenigen Stunden gelangt man über den Luftweg von Zürich in das interessante Land mit seiner bemerkenswerten Artenvielfalt. Auch die Vielfalt der Lebensräume ist auf kleinem Raum sehr gross. Der Norden ist stark von der Donau geprägt und durch das Balkangebirge, das sich wie ein Riegel durch das Land schiebt, vom waldreichen Süden getrennt. Dabei gibt es noch heute viele traditionelle Kulturlandschaften zu entdecken. Wunderschöne Steppen, Schluchten, Flusslandschaften und lichte Wälder im Süden an der Grenze zu Griechenland sorgen für abwechslungsreiche Habitate. Die geografische Lage Bulgariens führt dazu, dass Heuschrecken aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa anzutreffen sind. In den Gebirgen Rila und Pirin leben Reliktpopulationen von nordeuropäischen Arten wie Melanoplus frigidus, Aeropedellus variegatus oder Myrmeleotettix maculatus. In den vom Christusdorn dominierten Lebensräumen im mediterranen Süden lebt die grösste europäische Heuschrecke, die Balkan-Sägeschrecke (Saga natoliae).
Bulgarien ist jedoch nicht nur für Heuschreckenfreunde ein Eldorado, sondern gehört auch zu den besten europäischen Gebieten für Vogelbeobachtungen. So können wir am Geierfelsen in Madzharovo Gänsegeier, Schlangenadler, Adlerbussard, Schwarzstorch und viele andere Vögel beobachten. In Bulgarien haben wir die Möglichkeit Heuschrecken-Arten wie Acrometopa servillea, Saga natoliae, Saga campbelli, Platycleis macedonica, Pholidoptera brevipes, Parapholidoptera castaneoviridis, Bradyporus macrogaster und Stenobothrus graecus zu fotografieren. Damit wir die spannendsten Orte finden, steht uns mit Dragan Chobanov ein lokaler Kenner zur Seite. Dragan ist Biologe und Heuschrecken-Spezialist und arbeitet an der Universität in Sofia. Selbstverständlich werden wir uns nicht nur den Heuschrecken, sondern auch anderen Tiergruppen wie Schmetterlingen, Libellen oder Vögeln widmen.

 

Reiseprogramm

Samstag, 07. Juli (1. Tag) - Flug und Anreise in die Ostrhodopen

Treffpunkt und Start der Reise ist am Flughafen Zürich. Wer auf anderem Weg nach Sofia anreisen möchte, soll dies mit uns absprechen. Wir fahren am Ankunftstag direkt in die Ostrhodopen, wo wir gegen Abend in der Umgebung von Madzharovo im Hotel ankommen und noch dessen Umgebung absuchen können. An der Arda warten die beiden Grabschrecken Xya variegata und Xya pfaendleri in hohen Dichten nur darauf, von uns abgelichtet zu werden. Auch die Dornschrecke Tetrix depressa ist in feuchten Mulden zusammen mit Tetrix bolivari anzutreffen.

Sonntag, 08. Juli (2. Tag) - Umgebung von Madzharovo

Wir verbringen den ganzen Tag in der Umgebung von Madzharovo in den Ostrhodopen. Die Landschaft mit den malerischen Flussmäandern der Arda laden zum Verweilen ein. Eines der möglichen Highlights ist die kartoffelgrosse Bradyporus (Callimenus) macrogaster, eine nah Verwandte der griechischen Arten Bradyporus dasypus und Bradyporus oniscus. In den buschreichen Gebieten haben wir Gelegenheit Poecilimon miramae, Sepiana sepium, Saga campbelli und Parapholidoptera castaneoviridis zu fotografieren. Ab und zu sollten wir auch einen Blick. nach oben werfen, denn die Chancen einen Steinadler, Zwergadler oder Adlerbussard zu sehen, sind gross. Je nach Fortschritt der Vegetation und Jahresverlauf sind letzte Individuen der im Frühsommer ausgewachsenen Steinschrecke Paranocarodes chopardi zu finden. Weitere Arten sind die Warzenbeisser Decticus albifrons und Decticus verrucivorus, Platycleis intermedia, Platycleis (Tessellana) carinata, Incertana incerta, Sepiana sepium, Metrioptera oblongicollis, Pholidoptera aptera bulgarica und Acrometopa servillea. Mit etwas Glück sehen wir die sich hier parthenogenetische fortpflanzende Leptophyes punctatissima. Isophya rhodopensis und Isophya rectipennis sind ebenfalls verbreitet, allerdings sind wir für diese Arten wohl bereits zu spät im Jahr unterwegs. Es ist zu hoffen, dass wir da und dort noch einzelne Plumpschrecken antreffen. Paracaloptenus caloptenoides, Asiothmethis limbatus und Odontopodisma decipiens sind mögliche Kurzfühlerschrecken.

Montag, 09. Juli (3. Tag) - Dreiländereck bei Svilengrad

Wir verlassen die wunderschönen Gebiete in den Ostrhodopen und fahren durch den Lebensraum von Ortolan, Zaunammer, Heidelerche und Dorngrasmücke über Svilengrad nach Matochina an die türkische Grenze. Unterwegs überqueren wir den grossen Fluss Mariza, der in Griechenland als Evros bezeichnet wird. Hier befinden wir uns im Dreiländereck zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Die weltbekannte türkische Stadt Edirne liegt nur wenig südlich am Evros. In den mediterranen Steppen- und Buschlandschaften erreichen einige wenige Arten aus der Türkei noch den südöstlichsten Zipfel Bulgariens. Hier versuchen wir Arten wie die Heidegrashüpfer Stenobothrus eurasius macedonicus und Stenobothrus graecus, die Langbeinige Sichelschrecke Acrometopa servillea und Pholidoptera brevipes aufzuspüren. Auch imposante Arten wie die Sägeschrecke Saga natoliae und deren zierliche Verwandte Saga campbelli kommen vor. Im Gebiet sind auch Ramburiella turcomana, Oedipoda miniata, Omocestus minutus und Omocestus petraeus, Chorthippus bornhalmi, Chorthippus loratus, Chorthippus vagans dissimilis und Euchorthippus pulvinatus präsent. Arcyptera microptera, Dociostaurus marroccanus und Oedaleus decorus sind weitere Kandidaten. Wir übernachten in der Umgebung von Svilengrad.

Dienstag, 10. Juli (4. Tag) - Zentralbalkan bei Karnare

Wir verlassen den Südosten und fahren ins Balkangebirge, wo wir uns bei Karlowo im Nationalpark Zentralbalkan aufhalten. Die Ebene ist von landwirtschaftlich genutztem Acker- und Weideland sowie Brachland geprägt. Die Hänge des Balkangebirges beherbergen weitläufige Wälder mit offenen Felspartien und Lichtungen. Oberhalb der Waldgrenze eröffnet sich eine ausgedehnte Weidelandschaft mit grandioser Weitsicht ins Tal. Die Bergwiesen werden mit behirteten Schafherden bewirtschaftet. Reisst die Baumschicht etwas auf, finden wir typische Arten wie die Buntschrecke Poecilimon thoracicus. Sie gehört zu den schönsten Langfühlerschrecken, die wir auf der Reise antreffen können. Mit Isophya obtusa, Barbitistes constrictus, Polysarcus denticauda, Poecilimon fussi, Poecilimon schmidti, Psorodonotus fieberi, Metrioptera oblongicollis, Pholidoptera frivaldskyi, Pholidoptera aptera karnyi und Pholidoptera fallax treffen wir auf eine attraktive Artenpalette unter den
Langfühlerschrecken. Unter den Kurzfühlerschrecken treffen wir auch auf bekannte Arten wie Stenobothrus rubicundulus, Stauroderus scalaris, Euchorthippus declivus oder Euthystira brachyptera, die wir auch aus der Schweiz kennen.

Mittwoch bis Samstag, 11.-14. Juli (5.-7. Tag) - Südwesten bei Sandanski und Pirin-Gebirge

Die letzten drei Tage verbringen wir in der Umgebung von Sandanski im Südwesten von Bulgarien. Hier können wir sowohl in die mediterranen Lebensräume an der Grenze zu Griechenland vordringen als auch in die karstigen Gebiete des Pirin-Gebirges. In den trockenwarmen Lebensräumen im Flachland ist die seltene Beissschrecke Platycleis macedonica anzutreffen. Zu den typischen Arten gehören Tylopsis liliifolia, Ancistrura nigrovittata, Poecilimon brunneri, Poecilimon zwicki und die bullige Bucaphaloptera bucephala. Bradyporus dasypus, die riesige “kleine Maus” ist im Gebiet ebenfalls verbreitet, jedoch nicht häufig. Das Fotografieren der scheuen und sehr flugtüchtige Platycleis escalerai erfordert sowohl Glück als auch viel Geduld. Wer die Nerven für die grösste Beissschrecke Europas nicht aufbringen kann, dem bieten die Sägeschrecken Saga natoliae und Saga campbelli dankbare motive. Des Weiteren sind Leptophyes albovittata, Tessellana carinata, Metrioptera tsirojanni, Platycleis
affinis, Rhacocleis germanica, Dociostaurus anatolicus, Dociostaurus brevicollis, Acrotylus patruelis und Stenobothrus fischeri teilweise nicht selten. In den Waldlichtungen an den Abhängen des Pirin-Gebirges leben Arten, die wir von den Griechenlandreisen kennen. Es sind dies die Buntschrecken Poecilimon orbelicus und Poecilimon thoracicus, die zierliche Bergschrecke Anterastes serbicus, die grosse Bergschrecke Psorodonotus fieberi und die Grosse Buntschrecke Poecilimon ornatus. An offenen, karstigen Stellen hoffen wir auf den “Alpenpropeller” Stenobothrus rubicundulus. Auch die Wanstschrecke Polysarcus denticauda ist in geringer Zahl anwesend. Wir werden das Programm für die drei letzten Tage den Wetterbedingungen anpassen und können bei warmen Temperaturen auch bei Bansko ins Hochgebirge fahren. In den alpinen Lebensräumen des Pirin-Gebirges leben Aeropedellus variegatus, Melanoplus frigidus und Myrmeleotettix maculatus. In den Wiesen um Bansko, einem bekannten Skiresort, erwarten uns mit Poecilimon affinis, Poecilimon zwicki, Ispohya buresi, Isophya
speciosa und Tettigonia balcanica weitere Highlights. Wer vor der Abreise einen Ruhetag einlegen will, kann das hier sehr gut auf eigene Faust machen. Einen Jokertag wie auf anderen Reisen, haben wir aufgrund der kurzen Reisedauer nicht eingeplant. Am letzten Tag besuchen wir mit dem Rila-Kloster ein kulturelles Highlight mitten im gleichnamigen Gebirge. Das orthodoxe Kloster Rila wurde im 10. Jahrhundert gegründet und ist das bedeutendste und grösste Kloster Bulgariens. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Neben dem imposanten Kloster lohnt es sich jedoch auch, einen Blick in die nahegelegenen Wiesen zu werfen, wo Poecilimon thoracicus, Poecilimon gracilis, Pholidoptera frivaldszkyi oder Tettigonia balcanica auf uns warten.

Sonntag, 15. Juli (8. Tag) - Rückreise

Nach einem kurzen, letzten Stopp auf dem Weg nach Sofia müssen wir die Kameras einpacken und in den Flieger steigen.

 

Die letzten drei Tage verbringen wir in der
Umgebung von Sandanski im Südwesten von
Bulgarien. Hier können wir sowohl in die mediterranen
Lebensräume an der Grenze zu
Griechenland vordringen als auch in die karstigen
Gebiete des Pirin-Gebirges. In den trockenwarmen
Lebensräumen im Flachland ist
die seltene Beissschrecke Platycleis macedonica
anzutreffen. Zu den typischen Arten gehören
Tylopsis liliifolia, Ancistrura nigrovittata,
Poecilimon brunneri, Poecilimon zwicki
und die bullige Bucaphaloptera bucephala.
Bradyporus dasypus, die riesige “kleine
Maus” ist im Gebiet ebenfalls verbreitet,
jedoch nicht häufig. Das Fotografieren der
scheuen und sehr flugtüchtige Platycleis escalerai
erfordert sowohl Glück als auch viel
Geduld. Wer die Nerven für die grösste Beissschrecke
Europas nicht aufbringen kann,
dem bieten die Sägeschrecken Saga natoliae
und Saga campbelli dankbare motive. Des
Weiteren sind Leptophyes albovittata, Tessellana
carinata, Metrioptera tsirojanni, Platycleis
affinis, Rhacocleis germanica, Dociostaurus
anatolicus, Dociostaurus brevicollis,
Acrotylus patruelis und Stenobothrus fischeri
teilweise nicht selten.
In den Waldlichtungen an den Abhängen
des Pirin-Gebirges leben Arten, die wir von
den Griechenlandreisen kennen. Es sind
dies die Buntschrecken Poecilimon orbeli