Natur- und Fotoreise Bulgarien 2019

 

  • Reisedatum: 5.-14. Juli 2019 (10 Tage)

    Anmeldung bis März 2019,
    spätere Anmeldung auf Anfrage möglich.

    Direkt zur online Anmeldung
    Flyer der Bulgarienreise als PDF-Dokument zum downloaden    

    Sie erreichen uns für Anmeldungen sowie Auskünfte unter folgenden Kontaktangaben

    Hin- und Rückreise
    Wir fliegen ab Zürich über Wien nach Sofia und auf dem Rückweg von Sofia via Wien nach Zürich. Alternative Anreisen sind nach Absprache möglich und bieten sich vor allem für InteressentInnen an, die nicht aus der Schweiz anreisen.

    Anzahl Reiseteilnehmer/innen
    Min. 10 bis max. 12 Personen

  • Christian Roesti aus Bern
    Christian Roesti (1983) hat in Bern Zoologie studiert und seine Diplomarbeit über das Verhalten des Kiesbankgrashüpfers geschrieben. Er ist Mitautor der Bücher „Die Heuschrecken der Schweiz“, „Die Stimmen der Heuschrecken“ und "Cahier d'identification des Orthoptères de France, Belgique, Luxembourg et Suisse". Er arbeitet als selbstständiger Biologe, momentan an einem Buch über die Steinfliegen der Schweiz.

    Florin Rutschmann aus Nussbaumen b. Baden
    Florin Rutschmann (1979) studierte an der ZHAW in Wädenswil Umweltingenieurwesen und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit den Heuschrecken. 2011 initiierte er die Heuschreckenplattform www.orthoptera.ch. Er arbeitet für Pro Natura Aargau und betreut Projekte im Bereich Naturschutz im Auftragsverhältnis. Daneben reist er besonders gerne mit der Kamera durch den Südosten Europas.

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    Dragan Chobanov aus Sofia
    Dragan Chobanov (1980) ist unser Guide in Bulgarien. Er arbeitet im "Institute of Biodiversity and Ecosystem Research" an der "Bulgarian Academy of Sciences". Seine Doktorarbeit verfasste Dragan über die Heuschrecken Bulgariens und ist ein entsprechend guter Kenner der lokalen Heuschreckenfauna. Neben vielen Publikationen über Heuschrecken ist er Mitautor der kürzlich publizierten Roten Liste der Heuschrecken Europas. Er spricht sehr gut Englisch und wohnt in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens.

  • Die Unterkünfte sind zweckmässige Hotels. Wir sind jeweils drei Nächte in drei verschiedenen Hotels und unternehmen von dort aus Tagesausflüge.

    Wenn Sie ein Einzelzimmer wünschen, bitten wir Sie dies bei der Anmeldung anzugeben. Die Anzahl verfügbarer Zimmer ist in den meisten Hotels limitiert, weshalb wir froh sind, wenn nicht nur Einzelzimmer gebucht werden.

  • Wir fotografieren an Ort und Stelle oder unternehmen kleine Wanderungen. Falls das Gelände für jemanden zu steil oder zu unsicher sein sollte, ist ein Alternativprogramm möglich. Kenntnisse der Heuschrecken oder anderer Insekten werden nicht vorausgesetzt. Wir helfen gerne beim Einstieg in die Welt der Insekten.

    Transportmittel
    Als Transportmittel in Bulgarien dienen uns zwei Personenbusse.

    Klima
    Tagsüber können die Temperaturen auf über 35°C ansteigen. Im Gebirge und am Abend ist es angenehm warm.

    Verpflegung
    Frühstück und Abendessen werden in der Unterkunft oder im Restaurant eingenommen. Am Mittag verpflegen wir uns vom Picknick-Buffet im Feld.
  • Arrangementpreis*

    Doppelzimmer pro Person CHF 2'750.-
    Einzelzimmer-Zuschlag CHF 225.-

    * Da die Flugkosten stark vom Buchungszeitpunkt abhängig sind, erlauben wir uns höhere Flugkosten in Absprache zu verrechnen.

    Eingeschlossene Leistungen
    • Hin- und Rückreise inkl. Flug
    • Vollpension (ohne alkoholische Getränke)
    • Transporte in Bulgarien
    • Eintritte und externe Gruppenführer

    Im Preis NICHT enthalten sind:
    • Alkoholische Getränke
    • Persönliche Einkäufe

 

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Fotogalerie bisheriger Reisen

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Bulgarien zählt unter Naturliebhabern zu den attraktivsten Ländern überhaupt. Es gilt der Slogan “Jeder Halt eine Highlight”. In wenigen Stunden gelangt man über den Luftweg von Zürich in das interessante Land mit seiner bemerkenswerten Artenvielfalt. Auch die Vielfalt der Lebensräume ist auf kleinem Raum sehr gross. Der Norden ist stark von der Donau geprägt und durch das Balkangebirge, das sich wie ein Riegel durch das Land schiebt, vom waldreichen Süden getrennt. Dabei gibt es noch heute viele traditionelle Kulturlandschaften zu entdecken. Wunderschöne Steppen, Schluchten, Flusslandschaften und lichte Wälder sorgen für abwechslungsreiche Habitate. Die geografische Lage Bulgariens führt dazu, dass Heuschrecken aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa anzutreffen sind. In den Gebirgen Rila und Pirin leben Reliktpopulationen von nordeuropäischen Arten wie Melanoplus frigidus, Aeropedellus variegatus oder Myrmeleotettix maculatus. In den vom Christusdorn dominierten Lebensräumen im mediterranen Süden lebt die grösste europäische Heuschrecke, die Balkan-Sägeschrecke (Saga natoliae).

Bulgarien ist jedoch nicht nur für Heuschreckenfreunde ein Eldorado, sondern gehört auch zu den besten europäischen Gebieten für Vogelbeobachtungen. So können wir am Geierfelsen in Madzharovo Gänsegeier, Schlangenadler, Adlerbussard, Schwarzstorch und viele andere Vögel beobachten. In Bulgarien haben wir die Möglichkeit Heuschrecken-Arten wie Acrometopa servillea, Saga campbelli, Platycleis macedonica, Parapholidoptera castaneoviridis, Bradyporus macrogaster und Dociostaurus anatolicus zu fotografieren. Damit wir die spannendsten Orte finden und mit den lokalen Gegebenheiten zurechtkommen, steht uns mit Dragan Chobanov ein Freund und lokaler Kenner zur Seite. Dragan ist Biologe und Heuschrecken-Spezialist und arbeitet an der Universität in Sofia. Selbstverständlich werden wir uns nicht nur den Heuschrecken, sondern auch anderen Tiergruppen wie Schmetterlingen, Libellen oder Vögeln widmen.

Reiseprogramm

Freitag, 05. Juli (1. Tag) - Flug nach Sofia und Anreise in die Ostrhodopen

Treffpunkt und Start der Reise ist frühmorgens am Flughafen in Zürich. Wer auf anderem Weg nach Sofia anreisen möchte, soll dies mit uns absprechen. Wir fahren am Ankunftstag direkt in die Ostrhodopen, wo wir gegen Abend in der Umgebung von Dolno Cherkovishte im Hotel ankommen und noch dessen Umgebung absuchen können. An der Arda warten die beiden Grabschrecken Xya variegata und Xya pfaendleri in hohen Dichten nur darauf, von uns abgelichtet zu werden. Die Dornschrecke Tetrix depressa ist in feuchten Mulden zusammen mit Tetrix bolivari anzutreffen.

Samstag/Sonntag, 06./07. Juli (2.-3. Tag) - Umgebung von Dolno Cherkovishte und Madzharovo

Wir verbringen zwei Tage in der Umgebung von Madzharovo in den Ostrhodopen. Die Landschaft mit den malerischen Flussmäandern der Arda lädt zum Verweilen ein. Eines der möglichen Highlights ist die kartoffelgrosse Bradyporus macrogaster, eine nah Verwandte der griechischen Arten Bradyporus
dasypus und Bradyporus oniscus. In den buschreichen Gebieten haben wir Gelegenheit Sepiana sepium, Saga campbelli und Parapholidoptera castaneoviridis zu fotografieren. Ab und zu sollten wir auch einen Blick in den Himmel werfen, denn die Chancen einen Steinadler, Zwergadler oder Adlerbussard zu sehen, sind gross. Je nach Fortschritt der Vegetation und Jahresverlauf sind noch letzte Individuen der im Frühsommer ausgewachsenen Steinschrecke Paranocarodes chopardi zu finden. Weitere Arten sind die Warzenbeisser Decticus albifrons und Decticus verrucivorus, Platycleis intermedia, Tessellana carinata, Incertana incerta, Sepiana sepium, Metrioptera oblongicollis, Pholidoptera aptera bulgarica und Acrometopa servillea. Mit etwas Glück sehen wir die sich hier parthenogenetische fortpflanzende Leptophyes punctatissima. Isophya rhodopensis und Isophya rectipennis sind ebenfalls verbreitet, allerdings sind wir für diese beide Arten wohl bereits zu spät im Jahr unterwegs. Wir hoffen, dass wir da und dort noch einzelne Plumpschrecken antreffen werden. Paracaloptenus caloptenoides, Asiothmethis limbatus und Odontopodisma decipiens sind mögliche Kurzfühlerschrecken.

Montag bis Mittwoch, 08./09./10. Juli (4.-6. Tag) - Zentralbalkan bei Kopriwschtiza und Karnare

Wir verlassen den Südosten und fahren ins Balkangebirge, wo wir uns bei Kopriwschtiza und Karlowo unter anderem im Nationalpark Zentralbalkan aufhalten. Die Ebene ist von landwirtschaftlich extensiv genutztem Acker- und Weideland und Brachland geprägt. Die Hänge des Balkangebirges beherbergen weitläufige Wälder mit Lichtungen und offenen Felspartien. Oberhalb der Waldgrenze eröffnet sich eine ausgedehnte Weidelandschaft mit grandioser Weitsicht ins Tal. Die Bergwiesen werden mit behirteten Schafherden beweidet. Reisst der Wald etwas auf, finden wir typische Arten wie die Buntschrecke Poecilimon thoracicus oder die bunte Isophya speciosa. Sie gehören zu den schönsten Langfühlerschrecken, die wir auf der Reise antreffen können. Mit Isophya obtusa, Barbitistes constrictus, Polysarcus denticauda, Poecilimon fussi, Poecilimon schmidti, Psorodonotus fieberi, Metrioptera oblongicollis, Pholidoptera frivaldszkyi, Pholidoptera aptera karnyi, und Pholidoptera fallax treffen wir auf eine attraktive Artenpalette unter den Langfühlerschrecken. Unter den Kurzfühlerschrecken treffen wir auch auf bekannte Arten wie Stenobothrus rubicundulus, Stauroderus scalaris, Euchorthippus declivus oder Euthystira brachyptera, die wir auch aus der Schweiz kennen.

Donnerstag bis Samstag, 11./12./13. Juli (7./9. Tag) - Südwesten bei Kresna mit dem Pirin-Gebirge und der Flusslandschaft Struma

Die letzten drei Tage verbringen wir in der Umgebung von Kresna im Südwesten von Bulgarien. Hier können wir sowohl in den mediterranen Lebensräume an der Struma fotografieren als auch in die bergigen Gebiete des Pirin-Gebirges vordringen. In den trockenwarmen Lebensräumen im Flachland ist die seltene Beissschrecke Platycleis macedonica anzutreffen. Zu den typischen Arten gehören Tylopsis lilifolia, Ancistrura nigrovittata, Poecilimon brunneri und die bullige Bucaphaloptera bucephala. Bradyporus dasypus, die kleine Maus ist im Gebiet ebenfalls verbreitet, jedoch nicht häufig. Das Fotografieren der scheuen und sehr flugtüchtige Platycleis escalerai erfordert sowohl Glück als auch etwas Geduld. Wer die Nerven für die grösste Beissschrecke Europas nicht aufbringen kann, dem bieten die Sägeschrecken Saga natoliae und Saga campbelli dankbare Motive. Des Weiteren sind Leptophyes albovittata, Tessellana carinata, Platycleis affinis, Rhacocleis germanica, Dociostaurus anatolicus, Dociostaurus brevicollis und Acrotylus patruelis teilweise nicht selten.

In den Waldlichtungen an den Abhängen des Pirin-Gebirges leben Arten, die wir von den Griechenlandreisen kennen. Zu erwarten sind die Buntschrecken Poecilimon orbelicus und Poecilimon thoracicus, die zierliche Bergschrecke Anterastes serbicus, die grosse Bergschrecke Psorodonotus fieberi und die Grosse Buntschrecke (Poecilimon ornatus). Hier leben auch Isophya leonorae und Isophya speciosa. An offenen, karstigen Stellen hoffen wir auf den “Alpenpropeller” Stenobothrus rubicundulus. Auch die Wanstschrecke (Polysarcus denticauda) ist in geringer Zahl anwesend.
Wir werden das Programm für die drei letzten Tage den Wetterbedingungen anpassen und können bei warmen Temperaturen auch bei Bansko ins Hochgebirge fahren. In den Lichtungen beim Predelpass können wir das Highlight, die Balkan-Zwitscherschrecke (Tettigonia balcanica) beobachten. In kleinen Quellbächen fliegt auch die Grosse Quelljungfer (Cordulegaster heros).
Wer vor der Abreise einen Ruhetag einlegen will, kann das hier sehr gut auf eigene Faust machen. Die Umgebung des Hotels ist sehr interessant, auch für Nachtexkursionen. Einen Jokertag wie auf anderen Reisen haben wir aufgrund der kurzen Reisedauer nicht eingeplant, jedoch werden wir das Programm auch den Wünschen der Reiseteilnehmenden anpassen.

Sonntag, 14. Juli (10. Tag) - Rückreise

Nach einem kurzen, letzten Picknick-Stopp auf dem Weg nach Sofia müssen wir die Kameras mit vollen Speicherkarten einpacken und in den Flieger steigen.

Die letzten drei Tage verbringen wir in der
Umgebung von Sandanski im Südwesten von
Bulgarien. Hier können wir sowohl in die mediterranen
Lebensräume an der Grenze zu
Griechenland vordringen als auch in die karstigen
Gebiete des Pirin-Gebirges. In den trockenwarmen
Lebensräumen im Flachland ist
die seltene Beissschrecke Platycleis macedonica
anzutreffen. Zu den typischen Arten gehören
Tylopsis liliifolia, Ancistrura nigrovittata,
Poecilimon brunneri, Poecilimon zwicki
und die bullige Bucaphaloptera bucephala.
Bradyporus dasypus, die riesige “kleine
Maus” ist im Gebiet ebenfalls verbreitet,
jedoch nicht häufig. Das Fotografieren der
scheuen und sehr flugtüchtige Platycleis escalerai
erfordert sowohl Glück als auch viel
Geduld. Wer die Nerven für die grösste Beissschrecke
Europas nicht aufbringen kann,
dem bieten die Sägeschrecken Saga natoliae
und Saga campbelli dankbare motive. Des
Weiteren sind Leptophyes albovittata, Tessellana
carinata, Metrioptera tsirojanni, Platycleis
affinis, Rhacocleis germanica, Dociostaurus
anatolicus, Dociostaurus brevicollis,
Acrotylus patruelis und Stenobothrus fischeri
teilweise nicht selten.
In den Waldlichtungen an den Abhängen
des Pirin-Gebirges leben Arten, die wir von
den Griechenlandreisen kennen. Es sind
dies die Buntschrecken Poecilimon orbeli