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Omocestus minutus
DE:
Zierlicher Grashüpfer
EN:
Minute Grasshopper
Omocestus moreanus Ramme, 1926 | Omocestus chersonensis Pustovojt, 1927
Morphologie
Omocestus minutus gehört zu den kleinsten und schlankesten mitteleuropäischen Grashüpfern. Die Grundfarbe ist ähnlich variabel wie bei Omocestus petraeus jedoch oft ziemlich hell ockerfarben oder in anderen hellen Brauntönen. Die Kopfform ist von der Seite gesehen weniger gerundet als bei Omocestus petraeus. Der Kopf ist im Vergleich mit dem Halsschild kleiner als bei Omocestus petraeus. Die Halsschild-Seitenkiele sind stark nach innen geknickt und meist hell gezeichnet. Die sehr schmalen Vorderflügel sind länger als bei Omocestus petraues und in der Länge variablel, erreichen oder überragen aber die Hinterknie meist deutlich. Sie sind beim Männchen 5–6 mal so lange wie breit, bei Weibchen 6–7 mal. Die Hinterleibsspitze ist körperfarben bis leicht orangfarben, aber nicht rot wie bei Omocestus haemorrhoidalis.
Grössenangaben
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♂ 10-14 mm
-
♀ 13-15 mm
Gesang
Der Spontangesang von Omocestus minutus besteht aus kurzen, leisen Schwirrversen von 1–1,5 s Dauer. Er erinnert etwas an den Spontangesang von Omocestus raymondi, die Silben werden aber deutlich schneller aneinandergereiht, wodurch er feiner und schwirrender klingt.
Spontangesang und Lautäusserungen von Omocestus minutus. Die Pausen zwischen den einzelnen Lautäusserungen wurde nachträglich verkürzt! - GR, Peloponnes, Kalogria, 07.09.2011, 25 °C, Laboraufnahme: Baudewijn Odé
Zwei Verse des Spontangesangs von Omocestus minutus - GR, Peloponnes, Kalogria, 07.09.2011, 25 °C, Laboraufnahme: Baudewijn Odé
Einzelner Vers aus dem Spontangesang von Omocestus minutus - GR, Peloponnes, Kalogria, 07.09.2011, 25 °C, Laboraufnahme: Baudewijn Odé
6 laute Silben aus einem Vers aus dem Spontangesang von Omocestus minutus - GR, Peloponnes, Kalogria, 07.09.2011, 25 °C, Laboraufnahme: Baudewijn Odé
Verbreitung
Omocestus minutus ist südosteuropäisch bis westasiatisch verbreitet und kommt von der Balkanhalbsinsel bis östlich an die kasachische Grenze vor. In den südlichen Ländern des Balkans ist Omocestus minutus weit verbreitet und häufig. Die nordwestlichsten Vorkommen in Mitteleuropa liegen isoliert in den Dünengebieten von Ungarn. Rumänien wird nur im äussersten Südwesten und im Osten besiedelt.
This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.
Phänologie & Lebensweise
Ausgewachsene Tiere von Omocestus minutus finden sich von (Ende Mai) Juni bis September (Oktober).
Lebensraum
Omocestus minutus lebt in trockenwarmen bis heissen Lebensräumen oft auf sandigen Untergrund. Es werden Sanddünen, Strände von Seen, Dünengebiete am Meer und trockene Wiesen und Weiden mit offenem Boden bewohnt. In Ungarn, in seinem nordwestlichsten Vorposten lebt Omocestus minutus in spärlich bewachsenen Sanddünen zusammen mit Euchorthippus pulvinatus, Dociostaurus brevicollis, Myrmeleotettix antennatus und Acrotylus longipes. Ausgetrocknete Flussbette werden gerne besiedelt.
Gefährdung & Schutz
In der Roten Liste der IUCN wird Omocestus minutus als Least Concern (LC) gelistet. In den Dünenlandschaften Ungarns könnte das Verwalden und zuwachsen der Dünen durch Robinie und anderen invasiven Neophyten ein Problem darstellen. Auf der Balkanhalbinsel ist Omocestus minutus häufig und nicht gefährdet.
Rote Listen
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CH:Abwesend
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DE:Abwesend
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AT:Abwesend
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Europa:LC (Nicht gefährdet)
Ähnliche Arten
Omocestus petraeus ist die ähnlichste Art; beide Arten können in Gebieten mit viel rohem Boden und felsigen Partien zusammen vorkommen. Omocestus minutus ist schlanker gebaut und hat längere, schlankere Flügel. Diese überragen im Gegensatz zu denjenigen bei Omocestus petraeus und Omocestus haemorrhoidalis die Hinterknie. Insbesondere das Halsschild ist von oben betrachtet schlanker und die Kopfform ist von der Seite betrachtet weniger gerundet. Der Kopf ist im Vergleich mit den Halsschild-Seitenlappen weniger gross und mehr zugespitzt; bei Omocestus petraeus ist der Kopf auffällig grösser als die Halsschild-Seitenlappen und verrundet. Im Habitus gleicht Omocestus minutus eher einem kleinen Chorthippus brunneus. Im Spontangesang von Omocestus petraeus hört man die einzelnen kratzenden Silben deutlich heraus, bei Omocetus minutus verschmelzen sie zu einem dichten Schwirrvers.
















