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Acrometopa macropoda
DE:
Langbeinige Sichelschrecke
EN:
Common Long-legged Bush-cricket
FR:
Le Phanéroptère macropode
Phaneroptera dalmatina Serville, 1838 | Locusta dialdrovandi Zinani, 1737
Morphologie
Die Männchen von Acrometopa macropoda sind einheitlich gelblich-grün, die Weibchen etwas dunkler und bläulich-grün gefärbt. Auffallend sind die extrem langen Fühler und Beine. Die gelblich-weissen Fühler erreichen bis zu dreifacher Körperlänge, sind gegen die Enden mit teilweise undeutlichen schwarzen Ringen versehen und an der Basis oft mit weinroten Flecken markiert. Der helle Hinteraugenstreif ist häufig weinrot gesäumt und verläuft entlang des Unterrands der Halsschild-Seitenlappen bis zur Halsschildmitte. Der Halsschild ist leicht sattelförmig und an den Flügelbasen ausgerandet. Vorder- und Mittelschenkel sind mehr oder weniger weinrot angehaucht, können aber auch intensiv gefärbt sein. Die langen und breiten Flügel der Männchen tragen an der Basis, im Bereich der Stridulationsorgane, einen braunen Fleck. Die Hinterflügel sind länger als die Vorderflügel und reichen deutlich über die Hinterknie hinaus. Bei den Weibchen sind die Flügel kürzer und erreichen die Hinterknie nicht. Auch die Hinterflügel überragen die Vorderflügel nicht, sondern sind höchstens als schmale Spitze am Flügelende sichtbar. Die langen Cerci der Männchen sind am Ende winklig nach innen geknickt und laufen stark ausgerandet in eine Spitze aus. Die Subgenitalplatte ist in der Mitte tief eingeschnitten und bildet daher zwei lange, schmale Lappen. Die Legeröhre des Weibchens ist kräftig, annähernd rechtwinklig nach oben gebogen und endet stumpf abgerundet in einer raspelartig bedornten Spitze.
Grössenangaben
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♂ 21-24 mm
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♀ 29-31 mm
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Ovipositor 8-9 mm
Gesang
Der laute Spontangesang von Acrometopa macropoda besteht aus Einzelversen, die in sehr unregelmässigen Abständen geäussert werden. Bei voller Gesangsaktivität werden die Verse mit Pausen von 3-4 s vorgetragen. Die charakteristischen Verse bestehen im ersten Teil aus einem lautstark anschwellenden Schwirrvers von etwa 1 s Länge. Auf einen kurzen Unterbruch von gut 300 ms folgt ein kurzer, lauter und scharfer "Zick"-Laut, mit dem der Vers schliesst. Das Schwirren wird sowohl beim Schliessen als auch beim Öffnen der Flügel erzeugt. Während dem Schwirren werden die Flügel nicht vollständig geschlossen, erst mit dem "Zick"-Laut am Schluss werden sie vollständig geschlossen. Interessanterweise weist der Gesang von Acrometopa macropoda praktisch keinen Ultraschallbereich auf.
Verbreitung
Aufgrund taxonomischer Unsicherheiten in der Gattung Acrometopa ist die vollständige Verbreitung von Acrometopa macropoda schwer zu umreissen. Nach aktueller Konvention erstreckt sich das Verbreitungsgebiet von Nordostitalien entlang der Adriaküste bis nach Griechenland. Im Hinterland reicht es etwa bis in die Dinarischen Alpen. In Italien und auf Korsika ist stattdessen Acrometopa italica verbreitet. Auf dem südöstlichen Balkan mischt sich Acrometopa servillea hinzu.
This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.
Phänologie & Lebensweise
Reife Tiere von Acrometopa macropoda können von Anfang Juni bis September beobachtet werden.
Die Tiere sitzen gerne regungslos und bestens getarnt auf Bäumen, Büschen oder Stauden und werden trotz ihrer Grösse häufig übersehen. Ihr unverkennbarer Gesang gehört zur typischen Geräuschkulisse einer Sommernacht im Mittelmeerraum. Als nachtaktive Art ist Acrometopa macropoda sehr flugtüchtig und kann vermutlich grössere Distanzen überbrücken.
Lebensraum
Gefährdung & Schutz
Acrometopa macropoda besiedelt ein grosses Verbreitungsgebiet und ist häufig zahlreich anzutreffen. Aufgrund ihrer guten Flugfähigkeit ist sie mobil und kann Lebensraumveränderungen gut ausweichen. Aus diesen Gründen gilt die Art in Europa als nicht gefährdet.
Rote Listen
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CH:Abwesend
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DE:Abwesend
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AT:Abwesend
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Europa:LC (Nicht gefährdet)
Ähnliche Arten
Aufgrund ihrer Grösse und der auffallend langen Extremitäten ist Acrometopa macropoda kaum zu verwechseln. Schwierigkeiten bereiten jedoch die sehr ähnlichen Arten bzw. Unterarten der Gattung Acrometopa. Dabei ähneln sich Acrometopa macropoda, Acrometopa servillea und Acrometopa italica sehr stark und unterscheiden sich nur geringfügig anhand der männlichen Cerci und der Form der Legeröhre. Am Gesang lassen sie sich nicht unterscheiden. Ähnlichkeiten bestehen allenfalls zu den Phaneroptera-Arten – diese sind jedoch kleiner und weisen rote Augen auf. Auch Tylopsis lilifolia, mit der Acrometopa macropoda häufig syntop vorkommt, ist kleiner und deutlich schlanker.






















