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DE:

Rotbeinige Grünschrecke

EN:

Red-legged Mountain Grasshopper

Morphologie

Odontopodisma rubripes entspricht in Habitus und Grundfarbe den anderen Arten der Gattung. Ein auffälliges Merkmal sind die namensgebenden blassrötlichen bis intensiv weinroten Farbtöne an den Hinterbeinen, insbesondere an den Hinterschienen und weniger stark ausgeprägt auch an den vorderen Beinpaaren. Andere Odontopodisma-Arten weisen keine roten Farbtöne an den Hinterbeinen auf. Odontopodisma decipiens hat grünliche Hinterschienen, Odontopodisma schmidtii grünlich-bläuliche und Odontopodisma fallax türkisblaue Hinterschienen. Die Subgenitalplatte des Weibchens hat zwei grosse, dreieckige schwarze Zipfel ähnlich wie bei Odontopodisma schmidtii. Der Haftlappen zwischen den Krallen (Arolium) ist an allen Füssen besonders gross.

Grössenangaben
  • ♂ 15-18 mm
  • ♀ 19-24 mm

Gesang

Wie bei anderen Gebirgsschrecken sind auch bei Odontopodisma rubripes die Stridulationsorgane so weit zurückgebildet, dass damit keine Gesänge mehr erzeugt werden können. Ob die Art mit den Mundwerkzeugen sogenannte Mandibelgeräusche erzeugen kann, ist uns nicht bekannt. Beide Geschlechter kommunizieren, indem sie mit den Hinterbeinen ruckartig, winkende Bewegungen ausführen.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Odontopodisma rubripes umfasst die westlichen Karpaten und erreicht im Norden das Grenzgebiet der Slowakei, Ungarns und der Ukraine. Es handelt sich um ein typisches Verbreitungsgebiet einer Art, die entlang der westlichen Karpaten noch in Mitteleuropa vorkommt. Die grösste Fläche des Verbreitungsgebiets befindet sich in Rumänien.

This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.

Phänologie & Lebensweise

Ausgewachsene Tiere von Odontopodisma rubripes können von Juni bis in den Oktober angetroffen werden.

Lebensraum

Odontopodisma rubripes hält sich bevorzugt in feuchten Saumbiotopen mit Gebüschen auf. Häufig findet man die Art an Waldrändern sowie entlang von Hecken und Gehölzinseln. Die Tiere halten sich meist auf Sträuchern wie Himbeeren, Brombeeren, Haseln und Erlen oder anderen krautigen Hochstauden auf.

Gefährdung & Schutz

Odontopodisma rubripes gilt laut IUCN als potenziell gefährdet (NT).

Rote Listen
  • CH:
    Abwesend
  • DE:
    Abwesend
  • AT:
    Abwesend
  • Europa:
    NT (Potenziell gefährdet)

Ähnliche Arten

Odontopodisma rubripes kann mit der sehr ähnlichen Odontopodisma decipiens verwechselt werden. Die beiden Arten lassen sich jedoch relativ einfach anhand der Färbung der Hinterschienen unterscheiden. Die weibliche Subgenitalplatte ist derjenigen von Odontopodisma schmidtii sehr ähnlich. Im Verbreitungsgebiet kommen zudem mit Pseudopodisma transilvanica (Rumänien) und Pseudopodisma nagyi (Slowakei) zwei weitere Gebirgsschrecken vor, die in der Färbung ähnlich sind. Beide weisen jedoch bei den Weibchen eine kürzere, dickere Legeröhre auf.

Odontopodisma schmidtii

Odontopodisma decipiens

Pseudopodisma fieberi

Micropodisma salamandra