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Acrotylus longipes

(Charpentier, 1845)

DE:

Gelbflügelige Ödlandschrecke

Langfüssige Ödlandschrecke

EN:

Yellow-winged Digging Grasshopper

Synonyme

Acrotylus longipes rosea Bolívar, 1908 | Acrotylus longipes subfasciatus Bey-Bienko, 1948 | Oedipoda aurifera Walker, 1870 | Epacromia collecta Walker, 1871

Morphologie

Acrotylus longipes gleicht ihrer Schwesterart Acrotylus patruelis. Sie ist in der Grundfarbe variabel aber etwas heller ocker- bis sandfarben und die Körperunterseite ist oft hellgräulich. Die schlanken Flügel überragen deutlich die Hinterknie und das Hinterleibsende. Auffällig und namensgebend sind die äusserst langen und schlanken Mittelbeine (longipes). Als gutes Unterscheidungsmerkmal gegenüber fast allen europäischen Ödlandschrecken dient die Färbung der Hinterflügel. Diese sind durchsichtig und an der Basis deutlich gelb. Sie haben keine dunkle Binde.

Grössenangaben
  • ♂ 14-17 mm
  • ♀ 18-26 mm

Gesang

Wie bei anderen Ödlandschrecken werden bei Kontakten mit Artgenossen leise Schwirrlaute erzeugt.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Acrotylus longipes umfasst grosse Teile Nordafrikas, Südosteuropas und reicht bis nach Indien. In Europa werden grosse Teile der Balkanhalbinsel bewohnt. Die wenigen mitteleuropäischen Fundorte liegen in den Dünengebieten von Ungarn. Die Vorkommen sind vielerorts auf die Küstenregionen begrenzt, weil die Art fast ausschliesslich auf sandigen Böden vorkommt.

This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.

Phänologie & Lebensweise

Ausgewachsene Tiere von Acrotylus longipes treten von Juli bis Oktober auf.

Lebensraum

Acrotylus longipes besiedelt fast ausschliesslich sandige Lebensräume mit nur wenig Vegetation. Es sind dies Ufer von Seen, Flüssen und die bewachsenen Bereiche von Stränden am Meer. In Ungarn werden Sanddünen bewohnt, ebenso im Donaudelta.

Gefährdung & Schutz

Acrotylus longipes wird von der IUCN als Near threatened (NT) eingestuft. Eine mögliche Bedrohung ist der Tourismus an Sandstränden, wenn die Freizeitaktiviäten immer mehr in die natürlichen Sanddünen hinter den eigentliche Stränden ausgeführt werden. Diese Bereiche müssen als Schutzgebiete ausgeschieden werden. 

Rote Listen
  • CH:
    Abwesend
  • DE:
    Abwesend
  • AT:
    Abwesend
  • Europa:
    NT (Potenziell gefährdet)

Ähnliche Arten

Acrotylus patruelis ist die ähnlichste Art; in Färbung und im Habitus. Bei sitzenden Tieren fallen bei Acrotylus longipes die etwas hellere, oft sandfarbene Grundfarbe und die sehr dünnen und langen Mittelbeine auf. Die Mittelschenkel sind fast 10 mal so lang wie breit. Auch erscheint der vordere Bereich des Halsschildes stärker eingesenkt. Bei Tieren in der Hand ist die Hinterflügelfarbe ein eindeutiges Merkmal, ein durchsichtiges Gelb (selten oränglich). Bei flüchtenden Tieen ist die Fareb kaum abschätzbar. Die anderen europäischen Acrotylus-Arten haben rot im Hinterflügel mit einem dunklen Band.

Acrotylus insubricus

Acrotylus patruelis

Sphingonotus caerulans

Dociostaurus maroccanus