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Poecilimon fussii
DE:
Fuss' Buntschrecke
EN:
Fuss' Bright Bush-cricket
Odontura elegans Herman, 1871 | Poecilimon fussi [sic] Fieber, 1878 | Poecilimon matisi Maran, 1953
Morphologie
Poecilimon fussii ist eine schlanke und kleine Poecilimon-Art. Sie kann kontrastreich gefärbt sein, aber als Weibchen auch einfarbig. Die Männchen haben oft eine dunkle, hell gesäumte Linie auf dem Hinterleib. Das Halsschild und die Cerci sind orangebräunlich. Bei den Männchen ragen die Vorderflügel ungefähr ein Viertel der Halsschildlänge unter dem Halsschild hervor. Das Halsschild ist beim Männchen am Hinterrand leicht V-förmig ausgeschnitten. Die Cerci beschreiben einen Halbkreis und sind erst am Schluss stark verschmälert; sie tragen einen stumpfen, dunklen Endzahn, der in sich noch eine treppenartige Abstufung haben kann. Am Ende sind die Cerci wiederum etwas zurückgebogen. Es scheint typisch, dass die Cerci nach der Mitte noch einmal leicht erweitert und breiter sind als in der Mitte. Die Enden der Cerci überlagern sich. Die Legeröhre ist gattungstypisch.
Grössenangaben
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♂ 14-15 mm
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♀ 13-18 mm
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Ovipositor 6-8 mm
Gesang
Der leise Gesang von Poecilimon fussii wird am Tag vorgetragen. Es sind lange Silbenreihen, die wie "ch-ch-ch-ch-ch-ch-ch" tönen. Die Silben werden in regelmässigen Abständen vorgetragen, mehrere pro Sekunde. Es scheint, dass sich Folgen von weniger schnell aneinander gereihten Silben mit Folgen schneller aneinander gereihten Silben abwechseln. Am besten findet man die Tiere mit dem Ultraschall-Detektor.
Spontangesang von Poecilimon fussii - HU, Budapest, August 1991, coll. O. v. Helversen, Aufnahme Klaus-Gerhard Heller
Spontangesang von Poecilimon fussii verstärkt mit dem US-Detektor - HU, Budapest, August 1991, coll. O. v. Helversen, Aufnahme Klaus-Gerhard Heller
2 Sekunden aus dem Spontangesang von Poecilimon fussii (Die Aufnahme ist kaum zu hören) - HU, Budapest, August 1991, coll. O. v. Helversen, Aufnahme Klaus-Gerhard Heller
Verbreitung
Poecilimon fussii ist im Zentrum der Balkanhalbinsel verbreitet, mit drei scheinbar isolierten Gebieten in Zentralbulgarien, Westrumänien und von Nordserbien über Kroatien und Ungarn bis in die Slowakei, wo sie ihre nördliche Arealgrenze in Mitteleuropa erreicht.
This map is based on occurrence records available through the GBIF network and may not represent the entire distribution.
Phänologie & Lebensweise
Ausgewachsene Tiere von Poecilimon fussii können von Juli bis in den September beobachtet werden, mit einem Schwerpunkt im August. Sie ist etwas später als andere Poecilimon-Arten
Lebensraum
Gefährdung & Schutz
Poecilimon fussii wird von der IUCN als Least Concern (LC) eingestuft.
Rote Listen
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CH:Abwesend
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DE:Abwesend
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AT:Abwesend
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Europa:LC (Nicht gefährdet)
Ähnliche Arten
In Mitteleuropa ist Poecilimon fussii durch seine Färbung und die Form der männlichen Cerci gut charakterisiert. Im südlichen und östlichen Balkan gibt es mit Poecilimon ukrainicus und Poecilimon brunneri sehr ähnliche Arten, die auch anhand des Gesangs unterschieden werden müssen. In nordöstlichem Italien, Slowenien und Kroatien kommt mit Poecilimon elegans eine weitere, kleine Art der Gattung Poecilimon vor. In den Steppen von Ostösterreich und Ungarn muss die Art mit den Weibchen von Poecilimon intermedius unterschieden werden. Poecilimon intermedius ist leicht grösser mit längerer Legeröhre, die Grundfarbe ist ein eher milchiges, helleres Grün, das nicht so stark glänzt. Von Poecilimon intermedius treten keine kontrastreichen Tiere mit dunkel, hell gesäumten Rückenstreifen auf, jedoch gibt es von Poecilimon fussii immer wieder kontrastlos gezeichnete Individuen.





















